„Vor uns liegen nichts als Chancen”

Wenn John Baysore in seine geliebten Schlittschuhe schlüpft, ist der Gedanke an sein Unternehmen nicht fern. „Ich liebe diesen Sport. Er ist schnell, es geht um Wettkampf, aber auch um Zusammenarbeit. Man braucht seine Mannschaftskameraden, um zu gewinnen. Und das ist eine schöne Parallele zu dem, was wir hier bei Dematic machen“, sagt der CEO von Dematic und President der Operating Unit Supply Chain Solutions lachend.

Hinter der Bande wartet Baysore an diesem frühen, kalten Morgen in der Patterson Ice Arena im Südosten von Grand Rapids auf seinen Einsatz, die Augen sind auf die Mitspieler geheftet. Es ist sechs Uhr morgens, Müdigkeit ist dem Dematic Chef nicht anzumerken, im Gegenteil. Mit einem Satz schwingt sich der studierte Ingenieur aufs Eis, greift im roten Trikot ins Spielgeschehen ein. Erst 2003, mit 44 Jahren, hatte Baysore begonnen, selbst mit dem Schläger in der Hand um den Puck zu kämpfen.

"Unsere Unternehmenskultur ist von Menschen geprägt, die es lieben, zu gewinnen."


John Baysore

CEO of Dematic and President of the Supply Chain Solutions operating unit

Der Wettkampfgeist ist stetig zu spüren. „Unsere Unternehmenskultur ist von Menschen geprägt, die es lieben, zu gewinnen“, sagt er. „Das Besondere an Dematic ist eben diese Kultur und auch der Markt, in dem wir unterwegs sind. Dieser Markt ist extrem aufregend, konkurrenzbetont und er wächst.“

Und das tut er in der Tat. So hat der Umsatz von Dematic zwischen 2010 und 2015 im Schnitt pro Jahr um 12,3 Prozent zugelegt. Das Unternehmen, das zu den Top-3-Anbietern von Supply-Chain-Lösungen gehört, hat unter anderem vom Boom des Online-Handels profitiert, der überall neue und hochmoderne Lager entstehen lässt. Wer per Mausklick bestellt, erwartet immer kürzere Lieferzeiten, mancherorts liegt die Ware bereits am selben Tag vor der Tür. Das ist nur zu schaffen, wenn massiv digitale High-Tech in der Logistik dahinter steckt.

Veränderung war immer schon Teil der DNA von Dematic

„Unsere Software-Plattform mit Namen Dematic iQ ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Angebots“, erläutert John Baysore. Unser Software-Portfolio ist umfassend. Und während unser Angebot immer intelligenter wird, verringern wir den Einsatz von Hardware und schaffen so eine wettbewerbsfähigere und für den Kunden profitablere Lösung. Am Ende führt dies dann zu unserem Wachstum“, sagt der Dematic Chef.

Dass Baysores Rezepte aufgehen, hat er längst bewiesen. Als Leiter des Nordamerika-Geschäfts von Dematic schraubte er den Auftragseingang von 300 Millionen US-Dollar auf 1,4 Milliarden Dollar in die Höhe. Sein Ansatz dabei: Kundenwünsche, Kompetenzen der Mitarbeiter und Anforderungen die Lieferkette in Einklang bringen. „Wir arbeiten im Team zusammen, weil das Team dann sehr viel mehr erreicht. Wir wollen gewinnen, und diesen Wunsch zu siegen findet man im gesamten Unternehmen. Wenn all unsere Energie auf den Kunden fokussiert ist, dann gewinnen wir.“

"Ob es Technologie oder der Fokus auf unsere Kunden ist, egal welcher Aspekt unseres Geschäfts, wir wandeln uns ständig, um besser zu werden."


John Baysore

CEO of Dematic and President of the Supply Chain Solutions operating unit

Wandel – und damit auch KION als neue Heimat von Dematic – kann John Baysore nur Gutes abgewinnen. „Veränderung war immer schon Teil der DNA von Dematic“, ist er überzeugt. „Ob es Technologie oder der Fokus auf unsere Kunden ist, egal welcher Aspekt unseres Geschäfts, wir wandeln uns ständig, um besser zu werden.“ Das trifft für den Dematic Chef auch auf die KION Group zu. „Das ist ein positiver Wandel, bei dem wir uns gegenseitig helfen werden, besser zu werden.“

Schon alleine, wenn der Blick auf die geografischen Stärken fällt. „KION ist die Nummer eins in Europa und China, Dematic ist auf Platz eins in Nordamerika. Zusammen bringen wir uns gegenseitig unsere Kunden nahe, bündeln unsere Stärken und erhöhen das Wachstum in diesen beiden Märkten, in denen wir ein umfassendes Lösungsangebot bieten.“

In seinem eigenen Markt, der für Supply-Chain-Lösungen, fühlt sich John Baysore nach eigener Aussage so wohl wie auf dem Eis. „Es ist ein aufregender Markt, der zweistellig wächst und damit sehr viel schneller als die Weltwirtschaft. Dieses Wachstum finde ich spannend und es hat für mich persönlich wie für das ganze Unternehmen eine Aura“, sagt er. „Vor uns liegen nichts als Chancen, und die einzige Frage ist, wie wir Herausforderungen begegnen und die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen. Dann wird das Wachstum folgen“, ist er sich sicher.

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