Service ist das neue Geschäft

Joelson Costa Rodrigues kennt seine Schützlinge bis zur letzten Schraube. „Meine Kinder“ nennt er die zentnerschweren Maschinen zärtlich. In einer Ecke der mehrere tausend Quadratmeter großen Lagerhalle wechselt der 25-Jährige lockere Reifenbeläge, stellt verschobene Regler neu ein, ölt Ketten oder prüft die Scheinwerfer. Joelson ist Wartungstechniker bei KION Brasilien und arbeitet in São Bernardo do Campo im Lager der Baumarktkette Leroy Merlin. Hier im Distributionszentrum für den Großraum São Paulo sind 42 gemietete STILL Geräte im Einsatz. Joelsons Arbeit gehört zum Service-Konzept bei der Staplervermietung: Eigens geschulte KION Techniker sind beim Kunden ständig vor Ort und halten die Mietflotte fit. Durch die konsequente Prävention stehen fast nie Maschinen wegen größerer Reparaturen still. Ersatzteile werden zu planbaren Terminen eingebaut, der Kunde gewinnt an Sicherheit. Das Ergebnis: Er spart Zeit und Geld.

Im Zuge der Wirtschaftskrise in Brasilien überlegt sich mancher Unternehmer, ob es sich lohnt, zigtausende Real in den Kauf eines neuen Staplers zu investieren – oder ob er das gleiche Gerät lieber inklusive Wartung mietet. „Ich kann die Mietflotte alle 36 Monate komplett austauschen und habe so immer neue Maschinen im Einsatz“, sagt Betriebsleiter Eduardo Ferreira de Souza, der für Linde und STILL 14 Mietkunden betreut. In ganz Brasilien verfügt KION inzwischen über 2.600 Mietgeräte, fast ein Drittel des Unternehmensumsatzes stammt aus der Vermietung. Ferreira de Souza erklärt: „Vorübergehend musste Leroy Merlin krisenbedingt mit weniger Geräten auskommen – das war kein Problem. Zusätzlich ist bei diesem Kunden auf die jährliche Preisanpassung verzichtet worden, weil wegen der Flaute die Maschinen weniger Stunden im Einsatz sind.“

"Ich kann die Mietflotte alle 36 Monate komplett austauschen und habe so immer neue Maschinen im Einsatz."


Eduardo Ferreira de Souza

Operation Manager

Die schwierige Wirtschaftslage in Brasilien stellt insgesamt neue Herausforderungen. Umsatzkurven werden unvorhersehbar, günstige externe Finanzierungen, etwa durch die brasilianische Entwicklungsbank BNDES fallen weg. In diese Bresche springt der für Brasilien neue KION Finanzierungsservice. „Die Kunden verhandeln neuerdings Kredite mit unseren Partnerbanken, als verhandelten sie direkt mit KION“, erläutert Kareen Ratton, Business Development Manager bei KION Latin America. „Das Geschäft wird direkt in der Fabrik und zu besten Konditionen abgeschlossen.“

Leroy Merlin benötigte keine Kredite, aber Kosten sparen musste auch Operation Manager José Manuel da Costa, der im Lager in São Bernardo dos Campos bereits seit Jahren STILL Stapler und Lagertechnikgeräte im Einsatz hatte. In der Krise beschloss das Unternehmen, neben STILL auch die Marke Linde in allen 39 Geschäften exklusiv anzubieten. „Das vereinfacht uns die Verwaltung, weil wir einheitliche Mietpreise verhandeln, den gleichen Kundendienst in Anspruch nehmen können und unsere Techniker ohne Schulungen problemlos zwischen den einzelnen Geschäften wechseln können“, zählt da Costa auf. Bei diesen Worten horcht Wartungstechniker Joelson Costa Rodrigues auf. Das wäre sein größter Traum: Weiterhin seine „Kinder“ bei Leroy Merlin zu betreuen – aber statt in São Paulo in seinem Heimatbundesstaat Bahia.

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