Investitionen

Weichen stellen für weiteres Wachstum

Optimierte Produktionsabläufe in den Linde und STILL Stammwerken und eine neue Fabrik in Tschechien: So will die KION Group in Europa weiter profitabel wachsen.

Die KION Group stellt mit nachhaltigen Investitionen die Weichen für weiteres, profitables Wachstum im anziehenden Gabelstapler- und Lagertechnikmarkt Europas. In das Linde Material Handling Stammwerk in Aschaffenburg fließen bis 2021 insgesamt rund 60 Millionen Euro, für das STILL Stammwerk in Hamburg sind im gleichen Zeitraum rund 23 Millionen Euro vorgesehen.


Mit der weiteren Optimierung der Produktionsabläufe und der internen Logistik sollen Wettbewerbsfähigkeit und Kosteneffizienz der Stammwerke der beiden KION Premiummarken weiter verbessert und Kapazitäten für mittelfristiges Wachstum geschaffen werden. Damit will der Konzern nicht nur von den globalen Wachstumsmärkten, sondern auch vom wieder dynamischeren europäischen Markt für Premiumprodukte bestmöglich profitieren.


Gleichzeitig will die KION Group als weltgrößter, auf Flurförderzeuge und verbundene Dienstleistungen spezialisierter Hersteller auch den europäischen Markt für Fahrzeuge im Value- und Economy-Segment noch besser und effizienter bedienen. Hierfür plant das Unternehmen ein neues Werk in Tschechien nahe Pilsen, das vor allem Märkte in Ost- und Südeuropa beliefern soll. Der erste Spatenstich ist für Oktober geplant. Die Produktion soll Anfang 2016 zunächst mit bestehenden Lagertechnik-Produkten beginnen. In den Aufbau werden rund zwölf Millionen Euro investiert. In dem Werk sollen zunächst etwa 200 Menschen arbeiten.

„Spitzenstellung in ganz Europa ausbauen.“

„Die Investitionen in unsere europäische Werkstruktur zeigen: In unserer Wachstumsstrategie spielt unser Heimatmarkt Europa – neben den USA und aufstrebenden Märkten wie China – weiterhin eine zentrale Rolle“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KION Group, Gordon Riske. „Optimierte Produktionsprozesse in unseren Stammwerken und das neue Werk in Tschechien werden einen wesentlichen Beitrag leisten, dass die KION Group ihre Spitzenstellung in West- und Osteuropa nicht nur beibehält, sondern durch eine bessere Bedienung der Value- und Economy-Segmente auch noch ausbaut.“

Frau Neuß, die KION Group plant ein neues Linde Werk in Tschechien. Warum?


Die KION Group will mit ihren Marken international wachsen und Marktanteile hinzugewinnen. Dabei setzen wir neben unserem Heimatmarkt Westeuropa und den Wachstumsmärkten Asien und USA auch auf Osteuropa. Daher planen wir ein neues Werk in Tschechien nahe Pilsen, wo Stapler für Märkte in Süd- und Osteuropa gebaut werden sollen. Wir wollen so näher an unsere Kunden rücken.

Welche Stapler sollen im neuen Werk vom Band laufen?


Geplant ist die Fertigung von Economy- und Value-Produkten, damit die KION Group am Wachstum in Süd- und Osteuropa mit auf dortige Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Staplern überproportional teilhaben kann. Die aktuelle Generation der Linde Schubmaststapler wird in das Werk verlagert, um einerseits die Produktion anzustoßen und andererseits das neue tschechische Team einzuarbeiten.

Gibt es diese Economy- und Valuestapler im Linde Portfolio schon?


Die Economy- und Value-Fahrzeuge, die in Tschechien vom Bank laufen sollen, sind entweder in Asien entwickelt worden oder befinden sich derzeit noch in der Entwicklung. Mit dem neuen Werk hätten wir einen weiteren Standort für ihre Produktion.

Hat die neue Produktion Folgen für das Linde Stammwerk in Aschaffenburg?


Durch die Verlagerung der aktuellen Generation des Schubmaststaplers können wir die Produktion der Linde Kernprodukte Verbrennungs- und Elektrostapler im Premium-Segment effizienter und wettbewerbsfähiger gestalten. Aschaffenburg bleibt das Linde Kompetenzzentrum für V-, E- und Schubmaststapler. Durch die Verlagerung werden keine Arbeitsplätze abgebaut. Durch die Investitionen von rund 60 Millionen Euro bis 2021 in das Aschaffenburger Stammwerk sollen die Produktionsabläufe und die interne Logistik optimiert und effizienter gestaltet werden. Mit dieser umfassenden Modernisierung soll Linde MH auch in Aschaffenburg weiter und nachhaltig wachsen.

Wann soll die neue Fabrik in Tschechien den Betrieb aufnehmen?


Der erste Spatenstich ist für Oktober dieses Jahres geplant; die Produktion soll Anfang 2016 beginnen. Das soll sicherstellen, dass wir weiterhin unseren Wettbewerbern in diesem wichtigen Markt voraus sind. Die Wahl ist aus mehreren Gründen auf Pilsen gefallen: Wir sind dann nahe bei unseren Endkunden, und das Linde Stammwerk in Aschaffenburg sowie unser Standort Linde Pohony (Lipo) in Cesky Krumlov sind auch nicht weit weg. In Cesky Krumlov fertigt Lipo seit 1998 elektrische und seit 2010 hydrostatische Antriebsachsen für die KION Group. Was auch wichtig ist: Die Nähe zum Arbeitsmarkt von Pilsen.


Sabine Neuß verantwortet seit 2013 bei Linde Material Handling als Chief Operating Officer (COO) das Ressort Produktion. Die Maschinenbau-Ingenieurin verfügt über eine breite Erfahrung in der Leitung von Produktionswerken und Produktlinien.