Handwerk

„Wie Weihnachten mit Super-Geschenk“

Global und bodenständig zugleich – für die KION Group ein Wesensmerkmal. Menschen wie Antonio Paulo de Almeida Pereira stehen für die Tugenden deutschen Maschinenbaus.

Tüfteln liegt Antonio Paulo de Almeida Pereira im Blut: „Wenn wir ein neues Chassis entwickeln und ich das erste Stück zusammenbauen und schweißen darf, dann vergesse ich alles um mich herum“, sagt der Schweißer vom KION Warehouse Systems in Reutlingen mit einem Leuchten in den Augen. „Dann bin ich wie ein kleines Kind, das an Weihnachten ein Super-Geschenk bekommt.”


Die Begeisterung des gebürtigen Portugiesen für komplizierte Herausforderungen könnte anderswo kaum besser aufgehoben sein. Das KWS-Werk wurde vor 120 Jahren als Ernst Wagner Apparatebau gegründet und gilt seit jeher als Ideenfabrik, wo neben der ersten Geschirrspülmaschine auch früh schon Hubwagen patentiert wurden.


Heute produziert der Spezialist Lagertechnikfahrzeuge, die durch schmale Gänge fahren und Hochregale be- und entladen. In Reutlingen werden sowohl Linde als auch STILL-Produkte nach speziellen Kundenwünschen hergestellt, manche mit schwindelerregend hohen Masten. Rund 80 Prozent sind Unikate. Wie bei der KION Group gehen auch bei KWS Weltklasse-Service und die Tugenden des deutschen Maschinenbaus Hand in Hand. Auch deshalb belegt KION bei den verkauften Neufahrzeugen Platz eins in Europa und ist weltweit die Nummer zwei. Die Kunden wissen: für ihre spezifischen Anforderungen finden die KION Marken stets die optimale individuelle Intralogistik-Lösung.

„Nicht jeden Tag das gleiche machen“


Die Abwechslung zwischen den beiden KION Premiummarken Linde und STILL macht dem zweifachen Vater besonderen Spaß: „Ich könnte nicht am Band stehen und jeden Tag das gleiche machen, ich brauche ständig neue Herausforderungen“, sagt Paulo Pereira, der seinen kleinen Heimatort São Martinho de Candoso mit 23 Jahren verließ, in breitem Schwäbisch. „Man muss sich seinen Arbeitsplatz einfach so gestalten, dass er einem am Herzen liegt.“

Alles hat im Werk seinen Platz, ist ordentlich aufgereiht, ob an den Fräs- und Sandstrahlmaschinen, in der Lackiererei oder Schweißerei. Pereiras Arbeitsplatz ist großzügig geschnitten mit viel Platz für den „Tisch“, auf dem er die oft wuchtigen Stahlteile zusammenfügt. Wenn die Funken fliegen, muss die feuerfeste Tür dicht verschlossen sein.


Manchmal ist Paulo Pereiras Job Knochenarbeit. Zum Ausgleich radelt er die zwölf Kilometer zwischen seinem Zuhause in Dettingen an der Erms und dem Werk. Rund 3.000 Kilometer hat er so im vergangenen Jahr mit eigener Muskelkraft zurückgelegt. „Man braucht Ziele im Leben, sonst bewegt man sich im Kreis“, sagt der Schweißer stolz. Manchmal nimmt er sogar eine Zeichnung für ein neues Produkt mit nach Hause, um sich darin zu vertiefen und am nächsten Tag schnell und sauber arbeiten zu können. „Je schwieriger, desto interessanter für mich.“

Gemeinsam an Lösungen arbeiten


Bei kniffligen Bestellungen feilt die ganze KWS-Mannschaft gemeinsam an Lösungen – Manager, Ingenieur, Produktionsleiter und Schweißer. „Kompetenzzentrum heißt für mich Können, Fähigkeit, einfach alles zusammen. Wir erledigen jede Aufgabe zu 100 Prozent. Deshalb schaff' ich gerne bei KION.“ Und die Internationalität in seinem Betrieb liebt Paulo Pereira besonders: „Ich bin immer stolz, wenn ich zu Hause in Portugal etwas erzählen kann, von meinem türkischen Kollegen, meinem jugoslawischen Kollegen und meinem Kumpel aus Rumänien.“