Die ersten 100 Tage im Amt

„Der Innovationsgeist ist enorm“

Die ersten 100 Tage im Amt gelten gemeinhin als Schonfrist. Der neue Chief Technology Officer der KION Group, Eike Böhm, hat sie genutzt, um schon viele Weichen zu stellen.

2015-11-09

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Er brauchte keine 100 Tage, um herauszufinden, dass die KION Group für künftige Aufgaben bestens aufgestellt ist. „Wir sind gut gerüstet, das volle Potenzial der markenübergreifenden Synergien in der Produktentwicklung zu erschließen, die zentraler Bestandteil der Strategie 2020 sind“, resümiert Eike Böhm, seit August Chief Technology Officer (CTO) der KION Group. Seitdem stellte er unter zentraler Leitung Forschung und Entwicklung, Einkauf und das Qualitätsmanagement neu auf. Das Ziel: schnellere Innovation, ungenutzte Potenziale heben, weniger Doppelarbeit. Mit einem Wort: zusätzliche Schlagkraft.


Am Anfang stand ein Reisemarathon: „Um ein Gefühl für die DNA der KION Group zu bekommen, habe ich in den vergangenen Monaten viele unserer Standorte besucht, unter anderem in China, Frankreich, Italien und natürlich unsere Stammwerke in Aschaffenburg und Hamburg“, beschreibt Böhm seinen Amtsantritt. „Ich freue mich sehr darauf, die neuen Herausforderungen mit dem Team anzugehen.“ Denn: „Die neue CTO-Organisation wird Innovation, Qualität und Kundenzufriedenheit noch weiter vorantreiben – und damit Kernelemente der KION Group.“ Die erste Führungsebene seiner neuen Organisation hat ihre Arbeit bereits aufgenommen, offene Funktionen der weiteren Ebenen werden nun Schritt für Schritt besetzt.

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CTO Eike Böhm über seinen ersten 100 Tagen im Amt.

Die KION Group reagiert mit Innovationen auf Markttrends

Innovationsfähigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg für den, der wettbewerbsfähig am Markt bestehen will. Im vergangenen Jahr hat die KION Group 2,6 Prozent ihres Umsatzes in F&E investiert – ein Wert, der über dem Branchenschnitt liegt. „Mit allen technischen Entwicklungen sind wir stets auf den Kundennutzen fokussiert“, sagt Böhm und nennt drei Innovationstrends, denen sich das Unternehmen stellt. „Ein Trend geht dahin, dass die Containerschiffe immer größer, die Pakete, die wir bekommen, hingegen immer kleiner werden und durch den Onlinehandel immer häufiger und oft mehrfach am Tag eintreffen. Alles, was dazwischenliegt, ist Materialhandling. Und dafür entwickeln wir ständig innovative Lösungen.“


Zweiter Trend: Lithium-Ionen-Batterien. „Der Markt verlangt nach energiesparenden Elektrofahrzeugen. Unsere Premiummarken Linde und STILL sind hier gut positioniert, denn sie bieten bereits Lithium-Ionen-Stapler an.“ Und schließlich das Stichwort Industrie 4.0: Für schnellere und reibungslose Logistikabläufe sollen Fahrzeuge miteinander kommunizieren und untereinander vernetzt sein. „Mit Connected Solutions und Flottenmanagement haben wir für unsere Kunden bereits effiziente Lösungen entwickelt. Und nicht zuletzt haben wir kürzlich den belgischen Automatisierungsspezialisten Egemin Automation als siebte Marke erworben, gehen also in eine gute Richtung auf dem Weg zu neuen Innovationen.“


Der promovierte Wirtschaftsingenieur Eike Böhm, der ab 1988 bei der Daimler AG verschiedene Managementfunktionen in Forschung und Entwicklung inne hatte, war zuletzt Leiter des weltweiten Qualitätsmanagements von Mercedes-Benz Pkw. Nach dem Wechsel in die Welt der Gabelstapler und zahllosen Gesprächen an den KION Standorten resümiert er begeistert: „Der Innovationsgeist im Unternehmen ist enorm.“