2019-07-11

Elektrisierende Zukunftspläne

Wer die Intralogistik der Zukunft gestalten will, braucht den passenden Antrieb – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Früh haben die KION Group und ihre starken Marken das Potential der Lithium-Ionen-Batterie erkannt, sie ins Antriebsportfolio übernommen und sich als führender Anbieter von elektrisch betriebenen Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten etabliert. Mittlerweile machen elektrisch angetriebene Fahrzeuge 80 Prozent des Absatzes aus. Gemeinsam mit dem Branchenspezialisten BMZ hat die KION Group jetzt eine Vereinbarung geschlossen, ein Joint Venture zur Produktion der Batterien zu gründen.

Über eine Million Elektrofahrzeuge innerhalb von zehn Jahren: Die Verkaufszahlen zeigen deutlich, dass die KION Group mit dem Thema Elektromobilität auf das richtige Pferd gesetzt hat. Mit der Strategie KION 2027 hat das Unternehmen einen besonderen Fokus auf Energieeffizienz gelegt und damit die Weichen für die richtigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gestellt. Unter den zahlreichen Antriebsvarianten im KION Angebot – vom Verbrennungsmotor über Blei-Säure- und Lithium-Ionen-Batterien bis hin zur Brennstoffzelle – hatte die Elektromobilität dabei von Anfang an einen besonderen Stellenwert. Den Kunden bieten Lithium-Ionen-Batterien zahlreiche Vorteile: Sie müssen nicht gewechselt werden und stellen durch kurze Ladezeiten und praktische Zwischenlademöglichkeiten insbesondere bei intensiven Schichtbetrieben eine wirtschaftliche Alternative zur klassischen Bleisäure-Batterie dar.

Vorzüge, die mehr und mehr Kunden überzeugen und die Nachfrage kontinuierlich steigen lassen: So machten die elektrisch betriebenen Fahrzeuge 2018 bereits 80 Prozent des Absatzes bei der KION Group aus. Um ihre Stellung im Markt weiter auszubauen, steuert die KION Group nun den nächsten Meilenstein an: eine strategische Partnerschaft mit der BMZ Holding, Europas führendem Anbieter für Lithium-Ionen-Batterie-Lösungen. Allerdings bedarf der Vollzug der Transaktion erst noch der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden. Ziel ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien unter dem Namen KION Battery Systems GmbH.

Produktive Partnerschaft, von der beide Seiten profitieren

„Diese Allianz stärkt unsere Position im Bereich der Li-Ionen-Batterien deutlich und verschafft der KION Group – und damit allen Marken im Konzern weltweit – eine noch stärkere Wettbewerbsposition“, sagt Gordon Riske, Vorstandsvorsitzender der KION GROUP AG über die Partnerschaft. Mit BMZ Holding verbindet das Unternehmen bereits eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit – die beste Basis für die neuesten Vorhaben. „Die Technologie und die 25-jährige Erfahrung der BMZ Gruppe bieten dem Joint Venture eine hervorragende Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft, von denen beide Unternehmen nachhaltig profitieren“, betont Sven Bauer, Gründer und Geschäftsführer der BMZ Holding.

Gleichberechtigt werden beide Unternehmen jeweils 50 Prozent des neuen Joint Ventures halten. Der Ort, an dem die beiden Partner ihre Erfahrungen und Kompetenzen zusammenführen, wird direkt am Hauptsitz der BMZ in Karlstein am Main liegen. In der neuen Produktionsanlage sollen zunächst 48- und 80-Volt-Batterien für Gegengewichtsstapler in Produktion gehen. Im Anschluss ist geplant, das Portfolio mit 24-Volt-Batterien für kleinere Lagertechnikgeräte zu ergänzen, um so die volle Bandbreite am Batterie-Bedarf der Intralogistik abzudecken.

Standort für die Li-Ion-Standards von morgen

Rund 80 Mitarbeiter soll das Team am neuen Standort bis 2023 zählen, das schlagkräftige Antworten auf die stetig anwachsende Nachfrage nach den Lithium-Ionen-Batterien geben wird. Doch in Karlstein soll nicht nur produziert werden: Denn die technologischen Möglichkeiten der Batterie sind noch lange nicht ausgeschöpft und bieten zahlreiche Optimierungs- und Weiterentwicklungsoptionen, mit denen die Partner in Zukunft noch besser auf Kundenwünsche und individuelle Betriebseigenschaften eingehen können. So wird es am neuen Standort intensive Forschungsarbeit geben, um neue Standards für die Antriebstechnik von morgen zu konzipieren und herzustellen.

Doch auch unabhängig von der Forschung liegen die Vorteile des Joint Ventures für die KION Kunden bereits heute klar auf der Hand: Denn mit einer eigenen Produktionsstätte kann KION höchste Lieferzuverlässigkeit bieten und langfristig den Bedarf an modernen Lithium-Ionen-Batterien aus eigener Hand decken. So sind für die Kunden die besten Voraussetzungen geschaffen, die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen – dank zukunftsfähiger Antriebslösungen – made in Germany.

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