2020-11-20

Gemeinsam für eine nachhaltige Entwicklung

Es gibt keinen Planeten B. Daher müssen wir alle nachhaltig denken und handeln – und zwar jetzt. Das gilt nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Unternehmen wie die KION Group. Sie zahlt bereits heute mit zahlreichen Maßnahmen auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen ein.

Weniger Fleisch essen, öfter das Fahrrad nehmen, keine Strohhalme aus Plastik verwenden… Jeder von uns kennt solche Möglichkeiten, um individuell einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Doch es ist nicht nur an uns Einzelpersonen, nachhaltig zu handeln – und zwar in mehrfacher Hinsicht: Eine Welt zu fördern, in der alle Menschen die gleichen Bildungs- und Entwicklungschancen haben, in der wir nur so viele Ressourcen verbrauchen wie nachwachsen können – auch Unternehmen sind dazu angehalten, ihren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten. Die UN haben 2016 Nachhaltigkeitsziele, die sogenannten „Sustainable Development Goals“ (SDGs) auf den Weg gebracht. Diese Ziele berücksichtigen neben der sozialen auch die ökonomische und ökologische Dimension nachhaltiger Entwicklung und sind auch eine Orientierungshilfe für Unternehmen.

KION und die SDGs

Mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) haben die Vereinten Nationen die Leitplanken für mehr Nachhaltigkeit auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene gesetzt. Die ehrgeizigen Ziele lassen sich nur im gemeinsamen Handeln aller gesellschaftlichen Akteure erreichen. Für Unternehmen dienen die Ziele als Orientierungshilfe, ihre Tätigkeiten auf eine nachhaltige Entwicklung auszurichten. Als weltweit tätiges Unternehmen will auch die KION Group ihren Beitrag zur Zielerreichung leisten.

Die Nachhaltigkeitskoordinatoren aller operativen KION Einheiten haben die SDGs in ihrer Wesentlichkeitsanalyse aus dem Jahr 2018 schon bei der Themenauswahl und -definition integriert und mitbewertet. Sie haben die für den Konzern relevanten Unterziele identifiziert und in Themenfelder gruppiert. Das Ergebnis: Sieben Nachhaltigkeitsaspekte wurden als besonders wesentlich für das Intralogistik-Unternehmen herausgehoben. Eingebettet in die KION Nachhaltigkeitsstrategie prägen sie seitdem die Aktivitäten des Konzerns – und bestimmen damit auch seinen Beitrag zur Erreichung der SDGs.

Die KION Group zahlt mit folgenden und zahlreichen weiteren Beispielen auf die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ein:

Schutz für Material: Das Assistenzsystem Linde Safety Pilot

Egger Holzwerkstoffe in Wismar ist nur eines von vielen Unternehmen, das in der Logistik auf Stapler von Linde MH setzt. Der Spezialist für Holzwerkstoff nutzt sie zur Ver- und Entsorgung der Produktion sowie für den Abtransport fertiger Waren. Herausragende Übersicht, sehr komfortabler Sitz und kaum Betriebsgeräusche – so lässt es sich gut arbeiten. Zudem hat das Assistenzsystem Linde Safety Pilot die Logistikprofis von Egger überzeugt: Schon kleinste Unachtsamkeiten können beim Verladen der Holzplatten und Laminatfußböden zu brenzligen Situationen führen. Auch variiert das Gewicht der Europaletten stark. Bislang mussten die Egger-Fahrer oftmals nach Gefühl entscheiden, was der Stapler noch transportieren und bis in welche Hubhöhe er heben kann. Der Linde Safety Pilot liefert den Fahrern nun alle notwendigen Informationen, die sie zum sicheren Transportieren der Ladung benötigen. Er zeigt den Neigungswinkel, das aktuelle Gewicht auf der Gabel, die aktuelle und die maximale Hubhöhe an. Für den Fall, dass es wirklich einmal kritisch wird, regelt das System das Gerät automatisch ab. Auf diese Weise steigert die Linde-Lösung nicht nur die Sicherheit der Mitarbeiter, sondern schützt ebenso zuverlässig die Produkte vor Beschädigungen.

Schutz für Menschen:

Die Sicherheitsdistanzweste von Linde. Sie ist eine Weiterentwicklung der Interaktiven Warnweste des Safety Guard von Linde MH als Antwort auf die Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie.

Die wichtigste Maßnahme, um die Ansteckung mit Covid-19 zu vermeiden, ist der Sicherheitsabstand zwischen zwei Personen. Bei der Zusammenarbeit in der Produktion oder im Warenlager ist dieser Abstand nicht immer leicht einzuhalten. Die subjektive und objektive Einschätzung ist meist unterschiedlich. Diese Aufgabe übernimmt nun die Sicherheitsdistanzweste von Linde MH. Die Weste misst die Entfernung der Beschäftigten zueinander über Ultrabreitband-Funkwellen und warnt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie den Mindestabstand unterschreiten, gleich dreifach: indem sie blinkt, piepst und vibriert. Dank der Zusatzoption „Tracking & Tracing“ kann übrigens bei einem positiven Corona-Fall nachvollzogen werden, welche Kollegen sich in der Nähe der betroffenen Person aufgehalten haben. Eine pauschale Quarantäne muss in diesem Fall nicht verhängt werden.

Schutz für Menschen: Das STILL Safety Light

In modernen intralogistischen Prozessen sind immer mehr Fahrzeuge und Personen im Zusammenspiel tätig. Das STILL SafetyLight unterstützt als hilfreiches visuelles Warnsystem dabei, die Arbeitsabläufe sicher zu gestalten. In unübersichtlichen und verwinkelten Bereichen erhöht das blaue Warnlicht die Arbeitssicherheit deutlich. Der blaue helle Bodenspot warnt circa fünf Meter hinter dem Gerät vor dem herannahenden Fahrzeug und kann so eine Kollision verhindern.

Photovoltaikanlagen in den USA


Am Standort im nordamerikanischen Summerville, South Carolina, setzt KION auf die Stromerzeugung mit Hilfe von Photovoltaik. Die Solarpaneele wurden bereits 2018 auf der Produktionsstätte installiert. 85 Prozent – so viel konnte das Management-Team von KION North America in Summerville, South Carolina, seit der Installation der gut 3.600 Solarpaneele im Jahr 2018 nach eigenen Angaben von seinen Stromrechnungen abziehen. In den ersten sieben Monaten nach der Installation hat das System bereits 88,3 Prozent des eigenen Energieverbrauchs eingespeist. Zum Vergleich: Die 1-MW-Photovoltaikanlage könnte jährlich etwa 110 Einfamilienhäuser mit Strom versorgen.

Sonnenenergie in Indien


Auch im neuen Werk in Pune in Indien hat KION eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert. 1972 Solarplatten auf dem Dach der neuen Produktionsstätte in Pune reduzieren die Energiekosten jährlich um 65 Prozent. Rechnet man den Rückgang der Verluste durch Stromausfälle, den geringen Wartungsaufwand der Photovoltaik-Anlage und der eingebauten Sicherheitsparameter dazu, macht sich die Anlage im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt. „Als ein führendes Unternehmen unserer Branche fühlten wir uns unseren Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und den Gemeinden vor Ort gegenüber verpflichtet, ein Werk zu bauen, das nicht nur in Bezug auf die Fertigungsstandards auf dem neuesten Stand ist, sondern auch zum Schutz unserer Umwelt beiträgt“, betont Sunil Gupta, CEO von KION India.

Ökostrom in Europa


2019 hat KION sichergestellt, dass künftig der Strom für die Standorte in Deutschland und Tschechien – und damit den Großteil der Fertigung – aus erneuerbarer Energie kommt. Unsere italienische Produktionsstätte in Luzzara bezieht darüber hinaus Ökostrom von einem lokalen Anbieter. Idealerweise möchten wir den Einkauf von ‚grüner Energie‘ auf die gesamte Gruppe ausdehnen.

Mentorenprogramm für Frauen & weibliche Führungskräfte

Das Female Mentoring Program ist Teil der Personalstrategieinitiative 2027, in dem weibliche Potenzialträgerinnen systematisch von Führungskräften der obersten Führungsebene des Unternehmens gecoacht werden.

Zudem ist die KION GROUP AG aktives Mitglied der Initiative „Chefsache. Wandel gestalten – für Frauen und Männer“. Dieses Netzwerk von Unternehmen sowie Führungskräften aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor sowie Medien fühlt sich der Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern verpflichtet. Anspruch und Ziel der KION GROUP AG sind es, mit ihrer Teilnahme an dieser Initiative den notwendigen gesellschaftlichen Wandel mit neuen Konzepten und Ansätzen zu unterstützen.

Brennstoffzellen-Technologie von Linde MH bei Mercedes-Benz

Unter dem Motto "Daimler Goes Green" testet Mercedes-Benz den Einsatz von Linde Staplern mit Brennstoffzellenantrieb im weltweit größten Sprinterwerk in Düsseldorf. Hier werden die beliebten Transporter im Dreischichtbetrieb produziert. Mit Hilfe der Wasserstofftechnologie lassen sich Zeit und Personalaufwand für den Batteriewechsel einsparen. Innerhalb von nur drei Minuten ist die Brennstoffzelle wieder mit Wasserstoff gefüllt und der Stapler einsatzbereit. Damit schafft die Technologie ideale Bedingungen für reibungslose Schichtwechsel.

Lithium-Ionen-Technik von STILL bei H. & J. Brüggen KG

Im April 2016 hat der Nahrungsmittelhersteller Brüggen seinen Fuhrpark auf Lithium-Ionen-Technologie von STILL umgestellt; insgesamt 66 neue Gegengewichtsstapler sowie Nieder- und Hochhubwagen von STILL kommen zum Einsatz.

Der Wechsel von der Blei-Säure- auf Li-Ion-Batterien bietet Brüggen viele Vorteile: Durch die höhere Leistungsfähigkeit eignet sich der Li-Ion-Akku besonders für Mehrschichteinsätze. Bei gleichem Bauvolumen enthält er die doppelte Energiemenge, dadurch können Batteriewechselaufwand und -infrastruktur eingespart werden. Auch ist er wartungsfrei.

Für die Mitarbeiter bedeutet die Umstellung vor allem eine Arbeitserleichterung und mehr Komfort. Statt die Wechselbatterien zu tauschen und an die Ladestationen anzuschließen, mehr als sechs Stunden aufzuladen und mit destilliertem Wasser aufzufüllen, reicht es jetzt aus, sie bequem über den von außen zugänglichen Ladeanschluss zu laden. Faktoren, die die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöhen und sich für Brüggen spürbar auf die Betriebskosten auswirken. Zwischenladungen sind im Gegensatz zu Blei-Säure-Batterien in jedem Ladezustand möglich.

LED in Summerville


Die Umwelt und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, ist das Ziel von KION North America. Deshalb ist das Project Sunshine ein mehrfacher Erfolg: Es spart Energie, schont Ressourcen und verbessert die Beleuchtung in der Halle.

In den Fertigungshallen in Summerville hat KION viele grüne Ideen bereits umgesetzt. Rund 400 energiesparende LED-Lampen wurden in den Werkshallen und den Büros eingeschraubt. Das hat den Verbrauch von Elektrizität – und natürlich auch die Stromrechnung – um ein Viertel reduziert. Aber die LED-Lampen haben noch viele weitere Vorteile: Sie verbreiten beispielsweise weniger Hitze. Das hilft vor allem in den heißen Sommermonaten dabei, die Fabrik kühl zu halten; es wird weniger Energie für die Klimaanlage benötigt. Auch für die Mitarbeiter ist die gleichmäßige Lichtverteilung in der Halle eine eindeutige Verbesserung der Arbeitsbedingungen: Ihre Augen werden weniger angestrengt als unter fluoreszierenden Lampen, und es gibt nachweisbar weniger Fehler beim Verarbeiten von Kleinteilen.

Mülltrennung bei Linde (China)


Linde (China) schafft am Arbeitsplatz ein nachhaltiges Bewusstsein für Rohstoffrecycling und Müllvermeidung. Bereits seit 2011 trennen die Mitarbeiter in Xiamen den Müll. Mittlerweile funktioniert das sehr gut. Früher waren Sachen oft im falschen Container, jetzt ist alles sauber getrennt. Es gibt auch eine Umweltgruppe des Freiwilligenprogramms der Linde Mitarbeiter, die Abfall in den verschiedenen Hallen einsammelt und die Straßen und Wege des Werksgeländes sauber hält.

Regelmäßig lädt sie Kindergruppen zur Umweltschulung ein und erklärt ihnen das Prinzip der Mülltrennung. In der Recycling-Station üben sie gemeinsam Müll sortieren. Für Linde China ist es wichtig, dass Kinder früh lernen, wie wichtig Umweltschutz ist. Auch für andere Besucher öffnet das Linde-Team in Xiamen gerne seine Türen, nicht zuletzt, um andere Unternehmen an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Denn Umweltschutz geht alle an.

Energieeffizienz: Quicktron


Die KION Group ging im Sommer 2020 eine strategische Partnerschaft mit Quicktron ein, einem jungen chinesischen Hersteller von autonomen mobilen Robotern (AMR). Automatisierte Lagerlösungen tragen zu mehr Energieeffizienz und Arbeitssicherheit bei.

Sicherheit & Energieeffizienz: QBIIK


Wie lassen sich die Vorteile autonomer Technologien mit den menschlichen Fähigkeiten noch besser kombinieren? Was sollte ein lernfähiges autonomes Kommissionier-System alles beherrschen und welche Sicherheitsvorrichtungen sind nötig, um Fahrzeuge autark im öffentlichen Raum zu betreiben? Antworten auf diese Fragen lieferte das Forschungsprojekt QBIIK, das ihm Rahmen des Technologieprogramms PAiCE (Platforms/ Additive Manufacturing/ Imaging/ Communication/ Engineering) vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) gefördert wurde. Anhand prototypischer digitaler Lösungen in konkreten industriellen Anwendungsfeldern sollte aufgezeigt werden, welche Chancen sich durch die Anwendung innovativer Technologien und deren Integration ergeben.

Durch das neuartige QBIIK-FTF-Roboter-System können die Wertschöpfungsprozesse effizienter und ressourcenschonender durchgeführt, der Ressourceneinsatz optimiert und ein bestmögliches ökologisches Verhalten in der Produktion erreicht werden. Die Entwicklungspartner STILL GmbH, BÄR Automation, Audi Sport GmbH und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben sich dreieinhalb Jahre bis zum Abschluss im Juni 2020 an dem Projekt beteiligt.

Unsere Strategie „KION 2027“

Wer im Bereich der Intralogistik die Führung übernehmen will, muss klar orientiert sein – heute, morgen und darüber hinaus. Mit „KION 2027“ geben wir die Richtung unserer strategischen Weiterentwicklung vor. Wie unser Weg dabei konkret aussieht, zeigen die fünf Handlungsfelder unserer Strategie: Digitalisierung, Automatisierung, Innovation, Leistung und Energie.

Trend Nachhaltigkeit: Die KION Group sieht sich im Material-Handling-Bereich als eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung ressourcenschonender und energieeffizienter Systeme. Elektrifizierte Einheiten (E-Stapler und Lagergeräte) machten zuletzt rund 85 Prozent des Auftragseingangs an Flurförderzeugen der KION Group aus. Mit Lithium-Ionen-Batterien sowie modernen Brennstoffzellen bietet der Konzern seinen Kunden vollumfänglich innovative Antriebstechnologien für Flurförderzeuge sowie damit zusammenhängende Services. Damit unterstützt die KION Group ihre Kunden bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsprogramme und ermöglicht ihnen zusätzliche Einsparpotenziale. Auch in ihren eigenen Werken setzt die KION Group auf erneuerbare Energien, vornehmlich mit Solarpanels auf Werksdächern und Ökostrom aus Wasserkraft. Der Konzern beabsichtigt, seine eigenen energiebezogenen CO2-Emissionen bis 2027 gegenüber 2017 um 30 Prozent zu reduzieren. Die Nutzung erneuerbarer Energien spielt dabei eine große Rolle.

Unsere Leitidee: We are moved by sustainability.

Jedes Jahr veröffentlichen wir Informationen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie und -organisation. Im Fokus stehen die Fortschritte, die wir im jeweiligen Berichtszeitraum erreicht haben.

finden Sie unseren aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

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