2020-02-05

Eine zündende Idee wird Realität: KION fördert engagierte Jungtalente

Unternehmen locken Bewerber gerne mit der Aussicht, schon rasch nach Arbeitsantritt in die Projektarbeit mit eintauchen zu dürfen. Dass Unternehmen ihre jüngsten Neuzugänge jedoch bei der Entwicklung eines eigenen Projekts unterstützen, ist eher ungewöhnlich. Einem bereits übernommenen und einem derzeitigen dualen Studenten bei der KION Group IT ist es damit gelungen, ihre Vision umsetzen: Jungtalente beim Intralogistik-Anbieter miteinander zu vernetzen und in den Diskurs über die digitale Transformation mit einzubinden.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Tom-Erik Kuhlen, derzeit dualer Student bei der KION Group IT in Hamburg während seines Studienaufenthalts in den USA vor über einem Jahr. Er stellte sich eine Veranstaltung vor, bei der die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens zusammenkommen, bei der sie sich gleichermaßen schulen lassen, vernetzen und Zukunftsideen brainstormen können.

„Während meines Auslandssemesters in Santa Barbara kam mir der Gedanke, ein Konzept zu entwickeln, das drei Zwecke erfüllen sollte: meine Kollegen zu einem aktuellen Unternehmensthema zu schulen, sie beim Aufbau eines Netzwerks zu unterstützen und sie auf die digitale Transformation vorzubereiten, die momentan bei KION vollzogen wird”, erklärt Kuhlen. Als es dann darum ging, seine Idee zu diskutieren und vielleicht auch zu realisieren, kam ihm sofort Christopher Nagel in den Sinn, der bis vor zwei Jahren ebenfalls dualer Student bei KION war und inzwischen als SAP Purchasing Consultant bei der KION Group IT in Aschaffenburg tätig ist. Nagel hatte er vor zwei Jahren bei einer KION-IT-internen Veranstaltung kennengelernt, und sie waren in Kontakt geblieben. Seither war ihnen beiden bewusst geworden, wie wichtig es für Studenten und Berufseinsteiger im Unternehmen ist, eine Möglichkeit zu erhalten, sich nicht nur innerhalb ihres eigenen Zuständigkeitsbereichs, sondern auch konzernweit zu vernetzen. Im Jahr 2018 hatte KION an seinem Hauptsitz in Frankfurt den Digital Campus eröffnet – für Kuhlen und Nagel der perfekte Ort für ihren neuen Eventansatz. „Die vergleichsweise unkonventionelle Atmosphäre auf dem Campus, das informelle Setting und das Team selbst gaben den Ausschlag bei unserer Entscheidung, Kontakt mit den Digitalisierungsexperten aufzunehmen und unsere Konzeptidee voranzutreiben“, sagt Nagel.

„Das Team im Digital Campus unterstützt auch andere Gruppen bei KION bei ihren Transformationsprojekten und den Herausforderungen, die sich daraus ergeben. So war es für uns nur logisch, ihnen unsere Idee zu präsentieren und mit ihnen an unserem Konzept zu feilen, bevor wir den nächsten Schritt angingen“, erläutert Nagel. Neben ihren Vollzeitjobs, jeder an seinem jeweiligen Standort, planten die beiden einen Großteil ihrer Initiative in ihrer Freizeit. Kuhlen machte das Event sogar zum Thema seiner Abschlussarbeit.

Feedback und Input von Freunden und Kollegen

Zuversichtlich ob der Konzeptentwicklung im Digital Campus begannen Kuhlen und Nagel damit, Feedback und Input von ihrer Zielgruppe einzuholen. Nach diversen Gesprächen mit potenziellen Teilnehmern – ihren Kollegen und Freunden – waren sie sich sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Dabei hatten sie weder vor, einen Hackathon zu organisieren, noch wollten sie eine künstliche Konkurrenzsituation zwischen einzelnen Workshop-Gruppen schaffen. Im Vordergrund stand für sie vielmehr die Entwicklung von Ideen, die KION letztlich für seinen Digitalisierungsprozess nutzen könnte – und zwar unabhängig von den individuellen Tätigkeitsbereichen der Teammitglieder. Und so brachte jeder Teilnehmer zum Event ein eigenes innovatives „Produkt” mit, das er gerne entwickeln wollte. „Um die von den Teams erarbeiteten Lösungen zu legitimieren, brauchten wir eine Jury”, erläutert Nagel. „Dass es uns gelungen ist, dafür Mitglieder des Vorstands zu gewinnen, ist unglaublich!“

Die Teilnehmerzahl wurde auf Empfehlung auf 15 beschränkt: „Wir starteten also ein Bewerbungsverfahren mit persönlichen Interviews“, erzählt Kuhlen. Schließlich war es dann soweit: Nach drei langen und anstrengenden Tagen hatten die beiden jungen IT-Kollegen ihr Event nicht nur über die Bühne gebracht, sondern es erwies sich auch als voller Erfolg. Neben Kollegen aus der KION Group IT hatten auch Mitarbeiter der KION Marken STILL, Linde und Dematic teilgenommen.

Sowohl Kuhlen als auch Nagel geben unumwunden zu, dass in der monatelangen Planungsphase vor dem Event nicht immer alles ganz glatt lief. Die erste Herausforderung ergab sich durch die Zeitverschiebung von neun Stunden, als Kuhlen noch in Kalifornien studierte. Dann hatten sie die Veranstaltung eigentlich für Oktober 2019 geplant, doch dieser Monat erwies sich als ungeeignet, da die meisten Teilnehmer noch Studenten waren und in dieser Zeit ihren akademischen Pflichten nachkommen mussten.

Trotz Stress und aller Herausforderungen, denen sich die beiden stellen mussten, um ihre Vision zu realisieren, sind sich die beiden einig, dass es sich gelohnt hat. „Das Beste, was uns jetzt noch passieren könnte“, fügt Kuhlen lächelnd an, „wäre, wenn eine der dort vorgestellten Innovationsideen im Unternehmen umgesetzt würde.”

Fit durch die Krise

„Lasst die betroffenen Regionen nicht allein!“