2019-12-04

Bahnbrechendes Konzept für das neue, hochmoderne KION Werk in Indien

‘Sarve bhavantu sukhinah sarve santu niramayah’ – dieser Sanskrit-Friedenssegen war die treibende Kraft sowohl für das Managementteam als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KION India, als vor rund neun Monaten mit dem Bau der neuen, hochmodernen Produktionsstätte in Pune, Indien, begonnen wurde. Ende November haben nun rund 400 Gäste, Kunden, Lieferanten, Händlern und Mitarbeiter, die Ergebnisse bei der offiziellen Eröffnungsfeier begutachtet und gemeinsam gefeiert.

Bei einem Besuch des neuen KION Werks am Ortsrand von Pune wird schnell deutlich, dass es sich bei dem Standort um weit mehr handelt, als nur um installierte Fertigungshallen.

„Wenn man eine Führungsrolle einnehmen möchte, wie wir, dann geht es nicht nur darum, gute Ideen zu haben, wie diese Produktionshallen gut gefüllt werden, sondern man braucht vor allem auch gute Ideen für das Gesamtkonzept, das sich hinter der neuen Anlage verbirgt. Man muss sicherstellen, dass die Bedürfnisse der Kunden umgesetzt werden, dass es den Mitarbeitern gut geht, dass Nachhaltigkeitsaspekte in das Konzept einfließen, aber auch, dass man die lokale Bevölkerung berücksichtigt“, erklärt Sunil Gupta, Präsident bei KION India.

Ching Pong Quek, Vorstandsmitglied bei KION und Chief Asia Pacific Officer, stellte bei der Eröffnungsveranstaltung heraus, dass es viele positive Botschaften gebe: „Dazu gehört, dass wir in der Lage sind, die Kapazitäten bereitzustellen, die der Markt verlangt. Wir haben viele Ressourcen aufgewendet, damit unser neuer Komplex die modernste Anlage dieser Branche in Indien wird; damit wir die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden erfüllen können, die leistungsstarke Geräte und Flurförderzeuge für ihre Produktion benötigen.“

‚Factory 2.0‘

Auf einer Gesamtfläche von gut 25 Hektar ist ein neues Werk mit drei Montagelinien, einer Maschinenhalle, einer Lackiererei, einem Teilelager sowie einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung entstanden – und zwar alles unter einem Dach. Dafür hat die KION Group gut 15 Millionen Euro investiert. Doch nicht nur unter, sondern auch auf dem Dach ist KION „state of the art“. Das Unternehmen hat hier eigene Solarzellen zur Energiegewinnung montieren lassen. Zudem hat das KION Team 200 ausgewachsene Bäume gepflanzt, eine Fläche für den Gemüseanbau für die Mitarbeiter angelegt und ein Wasseraufbereitungssystem installiert.

„Für unsere Kunden haben wir in unserer neuen ‚Factory 2.0‘ mehrere neue Komponenten hinzugefügt: Eine einheitliche Qualitätssicherungsanlage, die es ermöglicht, die Betriebsbedingungen der Fahrzeuge zu testen bzw. zu simulieren; ein neues Trainingscenter sowie eine Staplerfahrschule, um das Sicherheitsniveau für unsere Kunden und für die Betreiber zu erhöhen“, erklärt Johnson MRV, Vize-Präsident Verkauf bei KION India.

Indien stelle einen guten Wachstumsmarkt für globale Intralogistikanbieter dar, fügt CP Quek an. „Der Markt ist in den vergangenen fünf Jahren um nahezu 20 Prozent pro Jahr gewachsen, und laut Prognosen wird er in den nächsten fünf Jahren ebenfalls zwischen 15 und 20 Prozent ansteigen.“

"Heute hat man gesehen, dass wir wirklich viele Ressourcen aufgewendet haben; dass unser neuer Komplex die modernste Anlage dieser Branche hier in Indien darstellt; und dass wir damit die Anforderungen der Kunden erfüllen können,"

Ching Pong Quek , KION Executive Board member, Chief Asia Pacific Officer

Mit dem neuen Standort sollen aber nicht nur Produktion, Vertrieb und die Dienstleistungen für Flurförderzeuge ausgebaut werden. Auch die Bereiche Automatisierung und digitale Transformation mit innovativen Softwarelösungen für die Lagerverwaltung und für die Instandhaltung der Flotten sollen wachsen.

„Indien steht noch am Anfang seiner Automationsentwicklung im Warenlager. Diese Entwicklung wird von Kundenvorstellungen und dem Anstieg des Online-Handels weiter vorangetrieben. Zudem findet derzeit eine Angleichung der Steuern in den verschiedenen indischen Staaten statt. Gleichzeitig lockert Indien die Regelungen für Investitionen aus dem Ausland, was den Markt antreibt und zu einer großen Veränderung führen wird“, stellt Susanna Schneeberger, KION Vorstandsmitglied und Chief Digital Officer, fest. „Indien spielt eine wichtige Rolle bei IT- und Software-Kompetenzen. Viele der besten Nachwuchstalente auf der ganzen Welt werden hier ausgebildet, und ich bin überzeugt, dass wir dieses Potenzial durch unser Werk hier in Pune in Zukunft noch stärker unterstützten können.“

Alles aus einer Hand

Einen bedeutenden Schritt im indischen Markt geht die KION Marke Dematic, die nun unter demselben Dach wie die Produktion der Flurförderzeuge angesiedelt ist. Ziel dieser Bündelung ist es, den Kunden vor Augen zu führen, dass sie sämtliche Intralogistik-Lösungen aus einer Hand bekommen – nämlich von KION India.

„Sarve bhavantu sukhinah sarve santu niramayah. Das bedeutet so viel wie: Wir hegen den Wunsch , dass alle, die zu uns kommen, Glück empfinden, gesund sind, Wohlstand haben und frei von Lasten sind. Das ist unser Ziel und dass wir mit diesem Werk langfristig erfolgreich sind“, fasst Gupta zusammen. Denn Marktführer zu sein bedeute mehr als nur gute Geschäftsideen zu haben.

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