„Jede Menge neue Chancen“

Manutention Québec platzt aus allen Nähten: Im Lager des Gabelstapler-Händlers in der kanadischen Provinz Quebec stehen so viele rote Linde Geräte in allen Größen, dass man kaum noch durch die engen Gänge kommt. Manchmal sind hier und da noch die Farben von Konkurrenzprodukten zu sehen. Aber das wird sich laut Co-Chef Jean-Louis Lapointe bald ändern, wenn die KION Group neue Fahrzeuge auf den nordamerikanischen Markt bringt. Noch gibt es Lücken im Angebot von KION North America. Noch.

„Wir wollen ein exklusiver KION Händler werden“, erklärt Lapointe. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Frédéric Chatel vertreibt Lapointe seit mehr als zehn Jahren die Stapler von KION in der überwiegend französischsprachigen Region. „Wir sind begeistert von den neuen Produkten, die in Nordamerika an den Start gebracht werden. Wir halten unsere Kunden auf dem Laufenden, was ansteht und wir suchen potentielle neue Kunden – alles in enger Zusammenarbeit mit KION“, sagt der Kanadier.

"Wir sind begeistert von den neuen Produkten, die in Nordamerika an den Start gebracht werden."


Frédéric Chatel

Co-Chef von Manutention Québec

Sein technischer Leiter Robert Job weiß, was die Kunden von Manutention wollen. „Derzeit verlangen sie Gegengewichtsstapler, elektrisch betrieben oder mit Verbrennungsmotor, mit einer Tragfähigkeit von 2,3 bis 2,7 Tonnen. Das Entscheidende dabei ist, dass sie kompakt sind und auch in schmalen Hallengängen eingesetzt werden können“, sagt er. Ganz oben auf der Wunschliste vieler Kunden außerdem: Automatisierungslösungen.

„Unser Produktportfolio verändert sich rapide“, sagt Ben Lee, Director Key Accounts bei KION North America. „Für uns bieten sich dadurch jede Menge neue Möglichkeiten. Bislang haben wir die Erfahrung gemacht, dass es uns die Lücken in unserem Angebot schwierig machen, den Bedürfnissen unserer Kunden nachzukommen. Jetzt dreht sich alles um unsere neuen Produkte und darum, mit diesen Kunden in Kontakt zu bleiben.“ Das erweiterte Angebot sei zudem „ein Riesenschritt“ für das Händlernetz. Damit sei es möglich, dass ein Händler künftig ausschließlich KION Produkte anbieten könne.

Bananen kommen „totengrün“

Zu Lapointes und Chatels langjährigen Kunden zählt der Gemüse- und Obstimporteur Courchesne Larose. Seit 1918 ist das Unternehmen in Montreal im Besitz der Familie Routhier, nun bereits in der vierten Generation. In der Kühlhalle der Zentrale stapeln sich Paletten mit Obst und Gemüse aus aller Welt: Klementinen aus Marokko, Orangen und Salat aus Kalifornien, Pfirsiche und Pflaumen aus Chile, Trauben aus Südafrika.

"Unser Produktportfolio verändert sich rapide."


Ben Lee

Director Key Accounts bei KION North America

Die besondere Spezialität von Courchesne Larose sind aber Bananen: Die werden teilweise noch grün geliefert – oder „totengrün“, wie es Manager Richard Sévigny scherzhaft nennt – um dann in meterhohen schmalen Containerregalen gelagert zu werden. Dort dürfen die tropischen Früchte reifen, bevor sie an der gesamten Ostküste Kanadas ausgefahren werden – bis hinüber zu den knapp 1.500 Kilometer entfernten Magdalenen-Inseln.

Die einzelnen Bananenregale sind verschlossen, nur so kann eine Reifetemperatur von 12 bis15 Grad Celsius beibehalten werden. 20.000 Bananenkisten verschickt Courchesne Larose nach eigenen Angaben pro Woche, das sind rund eine Million pro Jahr.

Händler expandiert

„Wir haben Hallendecken von bis zu zehn Metern, das ist sehr hoch“, sagt Manager Sévigny. Er will deshalb möglichst schnell die Hochregalstapler von KION North America einsetzen. Sévigny arbeitet gern mit Linde Staplern, denn die Bedingungen in seinem Lager sind schwierig. In der Kühlhalle von Courchesne Larose, in der es in manchen Bereichen wegen der leicht verderblichen Ware ein Grad Celsius kalt sein muss, setzt sich Qualität durch: Für ihn sind Linde Produkte höchst zuverlässige Arbeitsgeräte.

„Wir schätzen, dass die noch fehlenden Produkte rund 45 Prozent unseres potentiellen Marktes ausmachen“, sagt Manutention-Händler Jean-Louis Lapointe. „Aber sobald die KION 2020 Strategie voll greift, können wir 100 Prozent der Nachfrage befriedigen.“ Um für die neuen Produkte von KION gerüstet zu sein, wollen die Manutention-Händler selbst expandieren: Ihr eigenes Lager für Stapler zieht in ein größeres Gebäude um, die Zahl der Mitarbeiter soll erhöht und weitere Händler ins Vertriebsteam aufgenommen werden.

Vorherige Story

Nächste Story