Bevor die einzelnen Artikel durch die Halle rauschen, werden sie ganz traditionell per Gabelstapler auf Paletten angeliefert und „dekantiert“ – also ausgepackt und für die Lagerung vorsortiert, erklärt Ed Vance, regionaler Account Manager von Dematic. Am Ende braucht das System mit der Abkürzung ART – „Aisle Ready Tote“ – allerdings nur noch einen Bruchteil der Mitarbeiter von früher, um die Artikel so in die sogenannten Einkauftaschen (Totes) zu füllen, dass sie für die Regalzeilen der Supermärkte richtig bestückt sind (Aisle Ready). Zwischen 90.000 und 150.000 einzelne Artikel können pro Tag an sechs Tagen in der Woche in jeweils drei Schichten verarbeitet werden.
Erst, wenn das vollautomatische System in mehreren kurzen Bändern mündet, kommen Menschen ins Spiel. Die Mitarbeiter scannen Etiketten der Lieferkästen, woraufhin die Software automatisch Geschäfte heraussucht, die genau diese Artikel benötigen, und deren „Einkaufstaschen", Kästen mit Klappdeckeln, beleuchtet. Die haben einen Barcode, der mit dem jeweiligen Gang in der Supermarktfiliale korrespondiert, die den Nachschub bestellt hat. Der Vorteil: Die Meijer-Mitarbeiter vor Ort bekommen eine vorsortierte Lieferung und können die Regale rasch mit den fehlenden Artikeln auffüllen: drei Oregano für das Gewürz-Regal, fünf Mascara für die Makeup-Abteilung.