Die Gründe für eine Teilnahme an Fachmessen und -konferenzen sind einleuchtend – doch was ist mit einem Festival, das vor allem mit Indie-Filmen und Hip-Hop in Verbindung gebracht wird? Die Antwort fällt Parrott leicht: „Um in unserem Markt eine Führungsposition behaupten zu können, müssen wir ständig nicht nur die technologischen Innovationen im Logistik-Bereich im Auge behalten, sondern auch andere Sektoren, aus denen sich Überschneidungen mit unseren Anwendungen ergeben könnten. Dieses Jahr waren künstliche Intelligenz, autonome Mobilität, virtuelle Realität und Blockchain die großen Themen – wichtige Bereiche mit enormer Wirkung auf unsere Industrie. SXSW fasst all diese Entwicklungen in einem noch größeren Rahmen zusammen.”
Dies war das erste, aber laut Parrott hoffentlich nicht das letzte Mal, dass KION bei einer solchen Veranstaltung vertreten war – denn viele Technologiesprünge kommen aus anderen Industrien und aus Startups. Events wie das SXSW bieten Zugang zu einer großen Bandbreite an Unternehmen und Menschen, die alle ihren jeweiligen Sektoren zum nächsten Durchbruch verhelfen möchten.
Wie lässt sich das Mega-Festival nun mit typischen Branchenveranstaltungen vergleichen? „Viele Teilnehmer an unserer Podiumsdiskussion stellten am Ende Fragen – wir konnten also definitiv ihr Interesse wecken. Da auch wir Podiumsgäste aus verschiedenen Sektoren kamen, war es besonders interessant, wie wir die Perspektiven der Teilnehmer jeweils aus Sicht unserer eigenen Organisation und dadurch ganz unterschiedlich wahrnahmen – das war das Schöne an diesem Podium, die ganze Innovationskette war vertreten.“
Nun möchte sie zwar nicht ihre Karriere als Robotik-Expertin gegen einen Job als Musikerin oder Indie-Film-Regisseurin eintauschen – doch zum SXSW würde Crystal Parrott sehr gerne wieder gehen, wie sie schnell betont: „Die Vernetzung und die Kontakte, die ich von dort mitbringen durfte, sind unbezahlbar!“