Fahrerlose Transportfahrzeuge werden schon heute in bedeutendem Ausmaß in der Intralogistik und in Produktionsanlagen eingesetzt. Ausgestattet mit moderner Sensorik wie Laser-Scannern und Kameras finden sie sicher ihren Weg durch Regale, Produktionslinien und Lagerhäuser. Während des Einsatzes generieren sie ununterbrochen eine beträchtliche Menge von Daten über die Umgebung, in der sie sich bewegen. Jedoch werden genau diese Daten bisher für gewöhnlich nicht systematisch erfasst. Was aber wäre, würde man das brachliegende Potenzial dieser Bits und Bytes ausschöpfen?
„Im internationalen Forschungsprojekt ARIBIC haben wir mit Universitäten und Partnern wie Google zusammengearbeitet, um die KI-Plattform der Zukunft zu entwickeln“, sagt Ching Pong Quek, Chief Technology Officer der KION Group. „Diese Technologie kann man als Google Maps für die Intralogistik bezeichnen, mit der die Echtzeit-Lokalisierung aller Waren und Gabelstapler in einem Lager Realität werden kann.“
Das Google Maps der Intralogistik
Systematische Datenerfassung und -verabeitung: Genau hier setzt das Forschungsprojekt ARIBIC an, das von STILL, einem Tochterunternehmen der KION Group, vorangetrieben wurde. Die von den Sensoren an den Fahrzeugen gesammelten Daten werden genutzt, um hochauflösende 3D-Karten von Lagerhäusern oder Produktionsumgebungen zu erstellen. Ziel ist es, einen digitalen Zwilling der Umgebung zu schaffen. So werden die relevanten Daten sichtbar gemacht und in Echtzeit geteilt. „Noch setzen viele Unternehmen im industriellen Sektor auf eine Nach-Digitalisierung ihrer Produktion bzw. ihrer Läger. Das bietet jedoch nur einen kleinen Ausschnitt“, sagt Dr. Joachim Tödter, Senior Director Technology & Innovation bei der KION Group.