2019-11-15

Tante Emma 2.0: Lösungen für den Lebensmittelhandel

Die hohe Erwartungshaltung von Endverbrauchern und automatisierte Lagerungs- und Transportprozesse revolutionieren die Lebensmittelindustrie nachhaltig – und die Marken der KION Group sind mittendrin.

Digitale Transformation ist längst auch im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ein Gamechanger. Versorgungswege, Anforderungen und das Einkaufserlebnis selbst haben sich stark und vor allem rasant verändert: Von Wochenmärkten und Tante-Emma-Läden, die regionale Produkte anbieten, hin zu gigantischen Supermärkten mit einer nahezu unbegrenzten Auswahl an frischen Lebensmitteln aus aller Welt; und das in nur 100 Jahren. Die nächste Ausbaustufe treibt nun der stark wachsende E-Commerce voran – Lebensmittel können mit kürzesten Lieferzeiten online bestellt werden.

Trends wie Bio-Supermärkte oder Tiefkühlware sind in großen Wellen über Händler und Supermärkte gerollt und haben den LEH nachhaltig verändert. Auf dem Weg von kleinen, regionalen Angeboten zur unbegrenzten, internationalen Auswahl in den Regalen waren bahnbrechende technologische Entwicklungen und konkrete Automationslösungen notwendig; Lösungen die unter anderem bei den Marken der KION Group entstanden sind oder nachhaltig weiterentwickelt wurden. Von den ersten fahrerlosen Transportsystemen (FTS) in den 1950er Jahren bis hin zu intelligenten, effizienten Hängefördertechniken des Dematic Vorgängerunternehmens Demag: Revolutionäre Lösungen in der Aufbewahrung und dem Transport der Lebensmittel haben Raum für neue Produkte kreiert und zu globalem Austausch geführt.

Fast wie selbst gepflückt

Dem Kundenwunsch, möglichst frische Ware zu erwerben, versucht der LEH mit Hochdruck nachzukommen. Moderne, Lithium-Ionen-betriebene Gabelstapler von STILL und Linde MH verschaffen großen Supermärkten und Großmärkten einen entscheidenden Vorteil: Dank optimierten Ladezeiten lassen sich auch im intensiven Mehrschichtbetrieb Kühlketten einhalten. So findet erntefrische Ware ihren Weg noch schneller ins Regal.

Durch diese Fortschritte hat sich der LEH in den vergangenen Jahren wieder in Richtung Tante-Emma-Prinzip bewegt: Kunden reichen ihren Einkaufszettel online ein und können ihren fertig gepackten Einkauf innerhalb weniger Stunden abholen oder bekommen ihn bis vor die Haustüre geliefert – hierbei wandert das Angebot im Gegensatz zu früher von digitalen Regalen in virtuelle Warenkörbe. Um dies effizient zu bewerkstelligen, werden hochmoderne Logistikanlagen benötigt.

Temperaturwunder: Minusgrade- und Hitze-Resistenz ist gefragt

Für diese Ansprüche sind optimal durchgeplante Lager, intelligentes Flottenmanagement und eine einsatzfähige und belastbare Hardware notwendig. Im Lebensmittelbereich spielen vor allem Temperaturzonen eine wichtige Rolle. Im Tiefkühllager beim niederländischen Fischhändler Schmidt Zeevis beispielsweise optimiert ein Schmalgangstapler von STILL bei bis zu minus 30 Grad Celsius die Prozesse. Das Unternehmen bietet auch Bestellungen über einen Webshop an, da ist zuverlässiges, schnelles Agieren des Staplers unverzichtbar; auch bei frostigen Temperaturen.

Doch nicht nur in eisigen Tiefkühllagern, sondern auch bei brennender Sonne arbeiten die Stapler der KION Marken zuverlässig. Bis zu 12.000 Pakete verlassen täglich das Gelände des kalifornischen Blatt- und Knollengemüse-Anbauers Ratto Bros.: morgens wird das Gemüse geerntet, anschließend direkt gekühlt, verpackt und an Supermärkte geliefert. Um diese Lieferkette zu gewährleisten ist hohe Geschwindigkeit beim leicht verderblichen Blattgemüse gefragt. Deshalb setzt das Unternehmen schon lange auf eine Flotte von Linde MH Elektrostaplern.

Wettbewerbsvorteil durch Automatisierung

Bei der Kommissionierung zählt eine besonders hohe Durchsatzrate. Diese erzielt der australische Lebensmittel-Händler Drakes Supermarkets in seinem Distributionszentrum mit dem Dematic Roboter Piece Picking Modul. Auch Dematic Micro-Fulfillment-Anlagen erobern die urbanen Ballungszentren: Die vollautomatisierten, komprimierten Lager können Online-Bestellungen autonom zusammenstellen und eignen sich vor allem für den von schneller Auslieferung abhängigen LEH. Im täglichen Wettbewerb um zufriedene Kunden bietet Automatisierung oft den entscheidenden Vorsprung, ebenso wie Sicherheits- und Qualitätsstandards, die bei allen KION Marken gewährleistet werden.

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