2023-09-13

Laden in der Höhe – sicher und zuverlässig

Der Betrieb von Flurförderzeugen in einem Lager kann eine gefährliche Aufgabe sein, vor allem, wenn man in großer Höhe arbeitet. Neben den üblichen Risiken besteht auch die potenzielle Gefahr von schädlichen Vibrationen oder Erschütterungen, die ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen können. Doch dank des technischen Fortschritts hat Linde Material Handling (MH), eine Marke der KION Group, im Laufe der Jahre ein vorbildliches Sicherheitsniveau erreicht.

Stellen wir uns vor: Jemand streicht mit einer wackeligen Leiter die Wände eines vier Meter hohen Raumes. Jede noch so kleine Berührung der Leiter führt zu gefährlichen Schwingungen in der Höhe und kann zu schweren Unfällen führen. Gleichzeitig könnte die unzureichende Sicht zu einer unangenehmen Situation führen. In der Intralogistik, wo die Ein- und Auslagerung oft in Hochregallagern weit über dem Boden stattfindet, gibt es ähnliche Herausforderungen. Glücklicherweise wurden jedoch technische Lösungen entwickelt, die Erschütterungen und Gefahren vermeiden – zum Beispiel durch die Auslösung präziser Gegenbewegungen oder durch Licht- und Kamerasysteme, die die Umgebung erhellen. Sehen wir uns drei verschiedene Szenarien genauer an.

Mit der Aktiven Stabilitätskontrolle ins Gleichgewicht kommen

Stellen Sie sich vor: Eine wackelige Brücke, und Sie tragen einen Korb mit Lebensmitteln darüber. Ein Gefühl des Unbehagens stellt sich ein, das Risiko eines Ausrutschers steigt. Vergleichbar ist es, einen Schmalgangstapler über einen unebenen Boden zu fahren. Die Risiken sind sogar noch größer, denn schon eine winzige Bodenunebenheit kann den Gabelstapler in Schwingungen versetzen und den Warenumschlag in der Höhe sehr viel weniger produktiv oder komfortabel machen. Vor diesem Problem stand die Wagner eCommerce Group – einer der führenden mittelständischen Online-Händler in Deutschland – als sie nach einer Lösung zur Optimierung des Warenumsatzes in ihrem 30.000 Quadratmeter großen Lager suchte.

Die Schmalgangstapler von Linde MH mit dem Active Stability Control (ASC)-System boten der Wagner eCommerce Group eine Lösung, um die Sicherheit und Effizienz auf ein neues Niveau zu heben. Das ASC-System macht das Arbeiten mit den Staplern sicherer und schneller. Dies geschieht durch den Einsatz von sensorgesteuerten Rollen, die Bodenunebenheiten schnell ausgleichen und so die Stellung der Räder verbessern.

Die Staplerfahrer können sich so besser auf das konzentrieren, was vor ihnen geschieht. "Wir lagern Paletten in einer Höhe von bis zu elf Metern ein und aus. Selbst ganz oben gibt es mit den Linde-Staplern so gut wie kein Wackeln", sagt Thomas Niemann, Teamleiter Logistik bei Wagner. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 8 km/h durch die 1,60 Meter breiten Regalgassen bewegen sich die Fahrzeuge sicher und schnell. Um den Warenumschlag weiter zu verbessern, bestellte Wagner weitere 14 Fahrzeuge mit ASC-Technologie. Und das ist noch nicht alles. "Wir planen bereits ein neues Lager, um unsere Kapazitäten auszubauen. Dieses wird auch einen Durchgang zu unserem jetzigen Schmalganglager haben", erklärt Michael Kertels, Logistikleiter der Wagner eCommerce Group.

Schmalgangstapler kommen durch

Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem die Bücherregale so hoch sind wie drei übereinander gestapelte Giraffen. Das ist Hachette – eines der weltweit größten Lager für Bücher und andere Druckerzeugnisse mit über 80 Millionen Exemplaren in 36 Gängen und 40.000 Palettenplätzen. Der sichere Transport dieser Bücher ist bei derart hohen Regalen eine Herausforderung. Hier ist eine Lösung gefragt, die über den klassischen Linde K-Stapler hinausgeht. "Als wir das Lager damals planten, lautete die erste Frage: Wie hoch können wir gehen?", so Marc Travers, Director of Operations, Hachette UK Distribution. Glücklicherweise hatte Linde MH die Antwort.

Hachette arbeitete eng mit Linde MH zusammen, um eine spezielle Lösung zu entwickeln, die auf die außergewöhnlichen Höhen des Regalsystems zugeschnitten war. Linde MH lieferte Hachette einzigartige Schmalgangstapler, die mit der Dynamic Reach Control (DRC)-Technologie ausgestattet sind – ein reaktionsschnelles System, das den Bewegungen des Hubgerüsts präzise entgegenwirkt.

Linde MH kombinierte geschickt den Linde K-Stapler und den Linde V modular, was zu einer einzigartigen Lösung führte, die für eine erhöhte Hubkapazität und maximale Kommissionierleistung optimiert wurde. Durch die Integration dieser beiden Technologien und den Einbau des DRC-Systems weisen die Stapler eine bemerkenswerte Stabilität auf. Selbst wenn sie voll beladene Paletten in Höhen von bis zu 18 Metern transportieren müssen, bleiben die Stapler frei von jeglichem Zittern oder Schwanken.

"Dank dieses Assistenzsystems gehören Rütteln und Schwanken beim Handling voller Paletten der Vergangenheit an – und unsere Mitarbeiter können die Lasten schnell, sicher und bequem absetzen", so Travers. Ganz zu schweigen davon, dass Hachette jetzt 15 bis 20 Prozent produktiver ist als mit der vorherigen Ausrüstung - das ist in der Tat eine erhebliche Verbesserung.

Das VertiLight zeigt den Weg

Im Dunklen tappen ist offensichtlich ein Nachteil – das gilt für Menschen wie für Stapler. Um sich in dunklen Räumen zurechtzufinden, braucht es Unterstützung zur Orientierung. Unter diesen Hilfsmitteln sticht das Linde VertiLight hervor. Mit seinem halbrunden Design und sieben LEDs bietet es eine umfassende Ausleuchtung des Arbeitsbereichs. Diese LEDs verbreiten das Licht gleichmäßig vom Boden bis zur Regalkante und verbessern so die Sicht auf Regale, Inhalte und Gabeln – besonders wertvoll für Hochregale.

Bediener, die moderne Linde-Stapler einsetzen, können zudem die Leistung von Gabelkameras und Kreuzlinienlasern nutzen. Dieses dynamische Duo wirkt synergetisch, um das Lasthandling zu rationalisieren: Der Kreuzlinienlaser zeigt die exakte Positionierung der Paletten an, während die Gabelkamera die Sicht verbessert, insbesondere bei Arbeiten auf hohen Regalebenen.

Die Entwicklung der Sicherheit beim Betrieb von Gabelstaplern und anderen Flurförderzeugen zeigt einen bemerkenswerten Wandel hin zu höherem Schutz, ohne dabei Kompromisse bei Produktivität und Leistung einzugehen. Die Integration fortschrittlicher Technik, für die die Marke Linde MH der KION Group ein Beispiel ist, hat eine neue Ära eingeläutet, in der die Betriebsrisiken erheblich reduziert werden. Es mag erstaunlich klingen, aber mit den passenden Fahrzeugen können Menschen in einer Höhe von 18 Metern zwischen zwei Hochregalen arbeiten – und dabei nicht einmal ein Schwanken spüren.

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So viel KION steckt im Picknick