Kooperationen

Netzwerk für Wissen und Innovation

In einer globalisierten, vernetzten Welt ist es wichtig, offen für die Ideen anderer zu sein und einen aktiven Wissensaustausch voranzutreiben. Deshalb pflegen wir unterschiedlichste Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern. In diesem Innovations-Ökosystem bringen wir unsere Stärken und unser Wissen ein. Gleichzeitig profitieren wir von den Perspektiven und Kenntnissen unserer Partner, die uns über unsere eigenen Unternehmensgrenzen hinaus einen kontinuierlichen Wissenszufluss sichern. Gemeinsam können wir Herausforderungen sowie mögliche Lösungen in einem größeren Kontext betrachten – und neue Branchenstandards setzen. Auf welchen Technologiefeldern und mit welchen Partnern wir zusammenarbeiten, zeigen einige Beispiele.

Unsere Prozesse und Produkte sind anspruchsvoll, vielschichtig und sehr ausdifferenziert. Um diese Komplexität zu beherrschen, ist es wichtig, mit anderen Experten in den Dialog zu treten. Dies tun wir im Rahmen der Complexity Community der Complexity Management GmbH, einem europaweiten Netzwerk im Bereich des Komplexitätsmanagement für produzierende Unternehmen.

Die beteiligten Industriepartner finden hier wichtige Grundlagen und zukunftsweisende Perspektiven für ihr internes Komplexitätsmanagement. Im Mittelpunkt der Community steht ein kontinuierlicher Wissensaustausch von Erfahrungswerten und Best Practices. Als aktives Mitglied beteiligt sich die KION Group seit 2017 an den Fokusgruppen „Maschinen- und Anlagenbau“ sowie „Produkt- und Portfoliomanagement“.

Selbstfahrende Fahrzeuge müssen sich in Zukunft autonom im Warenlager zurechtfinden. Die KION Group arbeitet in einem Forschungsprojekt mit der Universität Freiburg daran, die Sehnerven des Staplers so zu schärfen, dass er z. B. mit Hilfe von „Künstlicher Intelligenz“ Objekte erkennen kann – und dafür so wenige Parameter wie möglich benötigt.Dafür setzen die Entwickler auf Deep Learning, also bestimmte Optimierungsmethoden, mit denen neuronale Netze jene Aufgaben mathematisch lösen können, die der Mensch „intuitiv“ löst.

„Deep PTL“ lautet der Name der Forschungskooperation, eine Wortkombination aus „Deep Learning“ und dem Akronym für Produktion, Transport und Logistik. Die Kooperation wurde im September 2018 gestartet und soll voraussichtlich bis Anfang 2022 laufen.

Mensch oder Regal – Künstliche Intelligenz für AGVs

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2018 haben wir uns an einem Benchmarking unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) und der Technischen Universität Aachen (RWTH) beteiligt. Im Rahmen des Benchmarkings wurde die Entwicklung radikaler Innovationen in den frühen Entwicklungsphasen untersucht – von der Idee bis zur Implementierung einer ersten Kleinserie bei realen Kunden. Das Ergebnis: Wir gehören neben Daimler Trucks, Claas KGaA mbH, Deutz AG und Voith Paper zu den fünf Best-Practices-für "Agile Invention".

Bis Mitte 2020 erarbeiten 15 Projektpartner einen Technologiebaukasten für eine vertrauenswürdige industrielle Kommunikations-Infrastruktur. Dabei kommen Schlüsseltechnologien aus den Bereichen 5G, Cloud-Computing oder Industrial Monitoring zum Einsatz. Neben KION sind namhafte Partner wie Bosch, Nokia, Telekom und Siemens sowie einige Universitäten aus Industrie und Forschung beteiligt. Das Leuchtturm-Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Für digitale Karten von Produktionshallen und Warenlagern ist ein branchenübergreifenden Standard notwendig. Über die Operating Unit STILL EMEA beteiligt sich die KION Group an einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit den Sensorenherstellern Pepperl+Fuchs und Sick, mehreren wissenschaftlichen Instituten und Hochschulen sowie Jungheinrich. Das Ziel: Karten sollen einfach zu erstellen und anpassbar sein und als Basis für weitere Automatisierungsprojekte dienen.

Der Projektname ist das Akronym der Teilnehmer: Q steht für "Audi Sport" (früher "Quattro GmbH"), B für die Automatisierungsfirma Bär, die zwei I für zwei Institute, erstens das Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) und zweitens das für Intelligente Prozessautomation und Robotik (IPR). Das K steht für die KION Group. Gemeinsames Ziel ist es, die Technologie autonomer Systeme mit den Fähigkeiten des Menschen nutzbringend zu verbinden.

Das dezentral gesteuerte Fahrzeug orientiert sich selbst im Raum, navigiert autonom zum Ziel und greift nach der benötigten Ware. Während des Greifvorgangs wird die Autonomie des Roboters mit verschiedenen Sensoren unterstützt: Neben der Verwendung einer 3D-Kamera erkunden taktile Näherungssensoren die Umgebung des Manipulators und gewährleisten ein kollisionsfreies Greifen bzw. Ablegen.

Falls das System aufgrund von unbekannten Verhältnissen die Ware dennoch nicht erkennen oder greifen kann, fordert es menschliche Unterstützung an. Mit einem Mensch-Maschine-Interface, das per Cloud angebunden ist, wird die räumliche Distanz überbrückt, so dass der Bediener für kurze Zeit die Kontrolle übernehmen und den Erkennungs- und Greifprozess durchführen kann. QBIIK lernt dabei vom Menschen und führt die Arbeitsschritte in Zukunft selbständig durch.

Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Eine der größten Herausforderungen bei der Bedienung eines Gabelstaplers ist die eingeschränkte Sicht des Fahrers auf seine Umgebung. Um zukunftsfähige Lösungskonzepte zu finden, beteiligt sich KION aktiv an einem Forschungsprojekt des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) namens ViSIER: „Virtuelle Sichtverbesserung und intuitive Interaktion durch Erweiterte Realität an Flurförderzeugen“. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein auf AR (Augmented Reality) basierendes Bedienerassistenzsystem für Gabelstapler zu realisieren und Sichteinschränkungen des Fahrers auszugleichen. Darüber hinaus sollen Fahrzeug- sowie Auftragsdaten mit dem Fahrer vernetzt und eine Interaktion via Gestensteuerung und virtuellen Elementen ermöglicht werden.

Das Projekt, an dem neben weiteren Partnern auch das Institut für Transport- und Automatisierungstechnik (ITA) der Leibniz Universität Hannover beteiligt ist, ist im Sommer 2019 gestartet und läuft für zwei Jahre. Gefördert wird es durch die Industrielle Gemeinschaftsförderung (IGF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

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