Eine Brücke in die Zukunft
Unsere Marke Linde MH baut die Produktionsversorgung am Standort Aschaffenburg vollständig um. Das Produktionswerk wird dadurch zum Use-Case für die eigene Lösungskompetenz.
2026-04-15
Unsere Marke Linde MH baut die Produktionsversorgung am Standort Aschaffenburg vollständig um. Das Produktionswerk wird dadurch zum Use-Case für die eigene Lösungskompetenz.
2026-04-15
So geht Produktionsversorgung heute: Die KION Marke Linde Material Handling baut ihr Aschaffenburger Produktionswerk konsequent auf Effizienz um – und schafft sich damit im eigenen Haus ein Referenzprojekt für ihr Leistungsvermögen.
Der Standort Aschaffenburg ist die Heimat der KION Marke Linde Material Handling. Hier befinden sich das Headquarter sowie das „Werk 2“ im Stadtteil Nilkheim, in dem seit Produktionsbeginn im Jahr 1959 mehr als eine Million Gabelstapler gefertigt wurden. In den vergangenen Jahren sind die Produktionslinien des Werks umfassend modernisiert worden.
Der Plan des Werksumbau
Als nächster Schritt in Richtung Zukunft folgt nun eine Rundum-Erneuerung der Produktionsversorgung. „Wir heben die innerbetriebliche Logistik auf ein komplett anderes Level“, sagt Sebastian Klug, Director Logistics-Planning/-Engineering bei Linde MH, der das gigantische Modernisierungsprojekt leitet.
Die Staplerkomponenten, die bisher täglich per LKW aus fünf verschiedenen Lagern im Umkreis von 20 Kilometern nach Aschaffenburg gefahren wurden, sollen künftig direkt auf der anderen Straßenseite gelagert und bei Bedarf teilweise vollautomatisch an die Montagebänder geliefert werden.
Die Lagerung „auf der anderen Straßenseite“ ist dabei wörtlich gemeint – bloß klingt das viel einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Denn bei der Straße handelt es sich um eine vielbefahrene Strecke, die täglich von Tausenden Autos benutzt wird. Deshalb wird derzeit eine 410 Meter lange Brücke gebaut, die beide Teile des Werksgeländes miteinander verbindet. Über diese Brücke rollt künftig die Materialversorgung.
Die Brücke soll beide Teile des Werksgeländes miteinander verbinden und die Materialversorgung effizienter gestalten
Das Projekt „AB LOGO“ (AB steht für Aschaffenburg, LOGO für Logistik-Optimierung) umfasst im Kern die folgenden Bestandteile:
Ziel ist es, den gesamten Materialfluss – inklusive der zugrunde liegenden Technologien und der Verknüpfung zu den Produktionsprozessen – zentral über eine smarte Software sowie cross-funktionale Teams zu steuern. Die Vision ist ein „Digital Twin“ der gesamten Fabrik, inklusive eines End-to-End-Materialflusses.
„Das bedeutet eine immense Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Programmleiter Sebastian Klug. Die Workflows werden deutlich effizienter, die Wege kürzer, die Abläufe schneller. Alle 20 Sekunden fährt eine Gitterbox oder ein Pickwagen vollautomatisch über die Brücke vom Lager zur Montage.
Das Be- und Entladen von LKWs entfällt und mehrere Handlungsschritte werden eliminiert. „Stattdessen haben wir künftig einen hohen Automatisierungsgrad“, sagt Sebastian Klug: „Das ist die große Effizienzsteigerung.“
Von den neuen Abläufen profitiert auch die Umwelt, denn allein durch den Wegfall von rund 10.000 LKW-Fahrten werden jährlich rund 400 Tonnen CO2 eingespart. Auch auf dem Werksgelände selbst gibt es künftig viel weniger LKW-Verkehr und auch weniger manuelle Arbeitsabläufe. Diese Veränderungen senken das Unfallrisiko deutlich– und erhöhen umgekehrt die Arbeitssicherheit.
Dass die komplette Anlage aus KION Lösungen (von den Marken Linde MH und Dematic) besteht, macht die Produktionsversorgung im Aschaffenburger Linde MH-Werk darüber hinaus zum hauseigenen Use-Case für Kunden. „Man kann sich direkt bei uns die innovativsten Lösungen im Zusammenspiel anschauen“, sagt Programmleiter Sebastian Klug.
Ab Frühjahr 2027 soll die neue Produktionslogistik in Aschaffenburg sukzessive in Betrieb genommen werden. Bis dahin gibt es noch einige Herausforderungen zu bewältigen. Denn während die neuen Abläufe geplant, aufgebaut und getestet werden, läuft parallel auf demselben Gelände der Serienbetrieb ganz normal weiter.
„Wir operieren hier am offenen Herzen“, beschreibt Programmleiter Sebastian Klug das Vorgehen. Sobald diese Operation abgeschlossen ist, hat unsere Marke Linde Material Handling ihr deutsches Stammwerk zu einer der modernsten Staplerproduktionsstätten weltweit umgebaut – ein klares Bekenntnis zum Standort!
Im „Werk 2“ im Aschaffenburger Stadtteil Nilkheim werden seit 1959 Gabelstapler der Marke Linde Material Handling produziert. Insgesamt wurden dort bereits mehr als eine Million Fahrzeuge gefertigt.
Die bisherige Materialversorgung erfolgte über mehrere externe Lager im Umkreis von 20 Kilometern. Künftig sollen die Bauteile zentral gelagert und weitgehend automatisiert zur Montage transportiert werden.
Die Bauteile fürs Staplerwerk werden künftig auf der gegenüberliegenden Straßenseite gelagert. Eine 410 Meter lange Brücke verbindet beide Werksteile und ermöglicht den automatisierten Materialtransport ohne Störung des Straßenverkehrs.